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Wenn ein Hund dabei ist, werden die Menschen gleich menschlicher. – Hubert Ries

Der Hund kennt das Wildern schon



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Sollte Ihr Hund aber schon gelernt haben, dem Wild hinterherzulaufen, wird es sehr schwierig, ihm das wieder abzugewöhnen. Es gelingt nicht bei jedem Hund.

Die Voraussetzungen, dass Sie überhaupt noch was ändern können, sind eine klare Rangordnung und ein hohes Maß an Übung im Anwenden dieser Rangordnung. Das Gehorchen muss grundsätzlich schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden sein. Ebenso wichtig ist natürlich auch, dass Ihr Hund in seinem normalen Tagesablauf beschäftigungs- und bewegungsmäßig ausgelastet ist. Sonst haben Sie nicht die geringste Chance, irgendwas am bereits erwachten Jagdtrieb zu ändern und müssen ihren Hund immer an der Leine führen, wo es Wild gibt.

Ein Hund, der nicht ausgelastet ist, sucht unbewusst ständig ein Ventil, um seinen aufgestauten Tatendrang abzureagieren. Je mehr dieser sich aufgestaut hat, um so niedriger wird die Reizschwelle. Das heißt, auch da, wo er sonst noch zuverlässig war, kann dann plötzlich sein Jagdtrieb mit ihm durchgehen und er ist weg.

Sie brauchen dann nur einmal rufen. Wahrscheinlich nimmt er das gar nicht bewusst wahr, weil seine Sinne ausschließlich auf die Beute fixiert sind. Rufen oder pfeifen Sie erst nach ein paar Minuten wieder, dann merkt er vielleicht nicht, dass Sie gar nichts machen können, wenn er erstmal rennt.

Ein paar Minuten später hat er jedoch das Wild wahrscheinlich aus den Augen verloren und wird bald zurück sein. Jetzt rufen oder pfeifen Sie auch ruhig ein paar Mal, denn eventuell hat Ihr Hund die Orientierung verloren und braucht das Rufen um Sie zu finden.

Wenn er dann kommt: Anleinen, gleichgültig bleiben und auf keinen Fall bestrafen oder schimpfen oder loben!!!

Denn die Strafe würde er nur auf das Kommen, nicht auf das Hetzen beziehen. Sie würden das Problem vergrößern und ihm nicht entgegenwirken.

Vergessen Sie auf keinen Fall, dass Ihr Hund weder gut noch böse ist, wenn er wirklich mal gehetzt hat! Er lebt einfach nur seine ganz normale Natur aus. Es besteht kein Grund, sich aufzuregen, wohl aber, dieses Verhalten in Zukunft zu verhindern.

Also, wie immer: Ruhe bewahren und locker bleiben.

 

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