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Ohne den Hund käme der Mensch auf den Hund. – Ernst Elitz

Hund zieht an der Leine



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Ein Beispiel aus der Praxis: Häufig hörte ich die Frage „Wie kann ich meinem Hund das Ziehen an der Leine abgewöhnen?“

Wenn jemand das dann nach der althergebrachten Methode versucht und mehr oder weniger kräftig mit der Leine am Halsband ruckt, führt dies in vielen Fällen nicht zum gewünschten Erfolg. Sei es, dass die betreffende Person nicht vehement genug ruckt, so dass ein vom vielen Ziehen bereits abgestumpfter Hund das überhaupt nicht registriert. Sei es, dass der Hundeerzieher mit seiner Einwirkung nicht im richtigen Moment, also sofort, reagiert. Oder sei es, dass das grundsätzliche Verhältnis nicht in Ordnung ist und der Hund den Ruck nicht für voll nimmt, weil er das auch sonst nicht tut, wenn derjenige was will.

Es geht auch ohne Ruck am Hals.

Dazu muss Ihr Hund Sie als den Ranghöheren bereits anerkannt haben. Machen Sie das also erstmal zu einer festen Größe. Leinen Sie Ihren Hund an und gehen Sie los. Wenn er dann wieder zieht wie ein Schlittenhund bei der Arbeit, sagen Sie Ihr Verbotswort (also z.B. Nein oder Pfui).

Sollte er nicht reagieren, folgt als Nächstes das Kommando „Platz!“, das Ihr Hund ja bereits kennt. Nach kurzem Liegen Lassen: „Komm“ und Sie gehen weiter. Sollte er wieder ziehen: Verbot, dann „Platz“. Sie werden das sicher öfter machen müssen. Es geht hier erstmal nicht um „Bei Fuß“, es geht um das Ziehen als solches.

Für diese Übungen sollten Sie tatsächlich auch eine direkte Übungszeit ansetzen, eine viertel Stunde reicht erstmal.

Wechseln Sie häufig die Richtung und gehen Sie bald dazu über, gar nicht erst das Verbot auzusprechen, sondern das Ziehen gleich mit „Platz!“ zu beantworten. Er wird früher oder später – eher früher – die Nase voll haben vom ewigen Platz-Machen und es nicht mehr dazu kommen lassen.

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