Hundeerziehung ist eine Frage des gegenseitigen Vertrauens und der Freude am Hund
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Einige Gedanken über Hunde


Hunde im Allgemeinen

Auch die unterschiedlichsten Hunde sind Nachkommen der Wölfe.
Hunde - eine der vielseitigsten Tierarten.
Trotzdem stammen sie alle vom Wolf ab.

Unter den Haustieren nehmen die Hunde in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung ein.

Sie sind diejenigen Tiere, die am engsten an uns Menschen angeschlossen sind.

Eine andere Besonderheit ist, dass sie zu den Raubtieren gehören.

Diese Zugehörigkeit mag auf den ersten Blick erstaunlich sein für ein Tier, das so eng mit Menschen zusammengelebt.

Neben den Hunden sind nur wenige Raubtiere domestiziert worden (das heißt, dass sie zu Haustieren gemacht wurden.).

Das sind im Wesentlichen die Katzen und die Frettchen, die beide bei weitem nicht die gleiche Bindung an ihre menschlichen Besitzer haben, wie Hunde sie entwickeln können, wenn man ihnen die Chance dazu lässt. Aber genau diese Bindung erlaubt es uns, unsere Hunde so leicht erziehen zu können. Und wenn es mit dem Hund mal nicht so klappt wie Sie möchten, hilft Ihnen sicher gerne die mobile Hundeschule , die ich Ihnen an dieser Stelle empfehlen möchte.

Es gibt noch weitere Raubtiere, die bereits Domestikationsmerkmale ausgebildet haben. Eben solche Merkmale, die erst im Prozess der Haustierwerdung entstehen und durch die die Tiere von ihren wilden Stammformen deutlich zu unterscheiden sind. Aber diese anderen Carnivoren möchte ich hier nicht mit Hunden, Katzen und Frettchen vergleichen oder in eine Reihe stellen. Denn dabei handelt es sich meistens um Kreaturen, die in Pelztierfarmen gezüchtet werden. Sowohl in der Haltung als auch in der Entstehungsgeschichte ihrer Haustiermerkmale unterscheiden solche Nutztierarten sich absolut von den traditionellen Haustieren.

Also zurück zu unseren Hunden. Die auf den ersten Blick manche Leute vielleicht erschreckende Eigenschaft als Raubtier ist gerade die, die uns den Zugang zu der Seele oder der Psyche - wie immer Sie es nennen wollen - der Haushunde so einfach macht. Denn Hunde leben ihr Raubtiersein im Rudel aus.

Durch diese Wesensart haben viele hundeartige Tierarten besondere Eigenschaften in ihrem Verhalten entwickelt und perfektioniert. Nämlich einen ausgeprägten Zusammenhalt und eine hervorragende Verständigung mit ihren Familienangehörigen. Darüber hinaus sind sie in der Lage von den anderen zu lernen.

Der Gipfel dieser Perfektion wird bei den frei lebenden Wildtieren sicher im Wolfsrudel erreicht. Das alles ist dadurch entstanden, dass die Vorfahren im Lauf der Evolution die Zusammenarbeit als besonders effektive Jagdmethode für sich entdeckt haben.

Es überlebten diejenigen Rudel am erfolgreichsten, deren Zusammenspiel bei der Jagd am besten funktionierte. Daraus entstand mit dem Wolf eine Tierart, für die eine besonders starke Bindung aneinander und eine perfekte Verständigung miteinander zum Grundpfeiler ihres Überlebens geworden ist. Dieses basiert auf einer klaren Rangordnung als Grundlage zur erfolgreichen Durchführung der gemeinsamen Aufgaben. Daneben gibt es auch bei Wölfen so etwas wie eine Aufgabenteilung in manchen Bereichen.

Unsere Hunde als Nachkommen des Wolfs haben genau diese Eigenschaften behalten. Und dazu gewonnen haben sie die Fähigkeit sich an ein artfremdes Lebewesen ebenso perfekt anzuschließen wie an ihresgleichen. Nämlich an uns Menschen.

Der genaue Ablauf, wie aus Wölfen Hunde entstanden sind, wird wohl niemals mit Sicherheit ganz rekonstruiert werden können. Das muss auch für den praktischen Umgang mit unseren heutigen Hunden gar nicht unbedingt sein. Wichtig ist, dass wir wissen, welche psychologischen Grundbedürfnisse unserer Hunde aus dieser Entstehungsgeschichte heraus erhalten geblieben sind. Denn diese Kenntnisse versetzen uns in die Lage, Hunde artgerecht zu halten und ihnen unsere Wünsche zu vermitteln. Und sie dazu zu bewegen, die von uns gestellten Aufgaben auch noch gerne auszuführen und große Freude dabei zu empfinden.

Umso furchtbarer ist es für einen Hund, wenn er durch verständnislose Haltung in Vereinsamung dahinvegetieren muss. Das gilt sowohl für Hunde, die die meiste Zeit des Tages für sich allein in einem Käfig, Zwinger genannt, eingesperrt sind, als auch für solche, die das schreckliche Dasein eines Kettenhundes führen müssen. Einen Hund zur Einsamkeit zu verdammen ist eine seelische Grausamkeit, die den Tieren nicht wiedergutzumachende Schäden antun kann. Je jünger ein Hund ist, wenn dieser Horror beginnt, und je länger der Zustand danach andauert umso schlimmer sind natürlich die Folgen für die betroffenen Hunde.

Alles, was wir mit unseren Hunden erreichen und erleben können, basiert also auf der natürlichen Veranlagung der Hunde zum Zusammenleben, zur Zusammenarbeit, zum Lernen und zur Ausbildung einer klaren Rangordnung. Diese Anlagen im eigenen Hund zu erkennen ist die Rolle des Hundehalters. Dann kann er sie für die Erziehung, das Zusammenspiel und die gemeinsame Lebensfreude nutzen.

Dafür werden wir mit einer ganz außergewöhnlichen Bindung des Hundes an seine Menschen belohnt. Und das ist ein Erleben, was man sich nur aus eigener Erfahrung wirklich vorstellen kann. In der gleichen Intensität bekommen wir so etwas von keiner anderen Tierart. Und das macht sicher den ganz besonderen Reiz aus, den Hunde auf viele von uns ausüben.




 
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© copyright Eckbert Heinenberg

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