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Hunde in Umgang und Erziehung: Lernsituation und Sehen
Sie müssen ihren Hund dazu bringen, dass er Sie beachtet und nicht auf irgendwas anderes in der Umgebung konzentriert ist. Er kann Ihnen nicht folgen, wenn Sie ihn mit Ihrer Forderung "überfallen", während sein Interesse voll bei was ganz anderem ist. Sprechen Sie ihn also erst an, bevor Sie anfangen "Sitz" zu erklären. Erst wenn Sie seine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt haben, dann können Sie "Sitz" sagen und sein Hinterteil sachte runterdrücken, dabei mit der Leine Anlehnung halten und nach kurzem Sitzen das LOB NICHT VERGESSEN. |
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Das muss ein roter Faden werden und unumstößlicher Grundsatz: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund Ihnen seine Aufmerksamkeit zuwendet, bevor Sie irgendetwas Neues von ihm verlangen! Erst später, wenn Sie durch oft wiederholtes Üben sicher sind, dass der Hund verstanden hat, was Sie von ihm erwarten, können Sie dazu übergehen, Gehorsam auch dann zu fordern, wenn der Hund abgelenkt ist.Gerade deshalb erziehen wir ihn ja. Dann ist es oft besonders wichtig, dass er zuverlässig gehorcht. Wenn das erreicht ist, können wir dem Hund dann auch "unterm Strich" viel mehr Freiheit lassen, als wenn er unerzogen wäre. Aber der Weg dahin führt immer über kleine Einzelschritte, die sich möglichst flüssig aneinander reihen. |
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Sie müssen Ihren Hund beim Üben (und auch sonst) also stets genau beobachten, damit Sie anhand seiner Blickrichtung und Ausdruckshaltung erkennen können, ob Sie ihn in eine aufnahmefähige Stimmung gebracht haben, wenn Sie etwas neues üben wollen oder ob Sie einwirken müssen, weil er etwas Unerwünschtes tun will - etwa beim Spazierengehen mit dem freilaufenden Hund.Wer träumt und seine Umgebung nicht wahrnimmt, merkt erst was, wenn der Hund die Katze schon auf den Baum gescheucht hat. Um Hunde zu führen, muss man auch vorausdenken können und das setzt beständige Aufmerksamkeit auf die Umgebung und auf den Hund voraus! Es ist also äußerst wichtig, dass Sie Ihre Beobachtungsfähigkeit ständig schulen. Sonst sehen Sie auch die Wirkung Ihrer Maßnahmen nicht. Das Ergebnis sollte ein natürliches Reagieren auf das Tier sein, das kein langes Überlegen braucht, weil das Ausdrucksverhalten des Hundes dem Besitzer so klar verständlich ist, wie das eines anderen Menschen. | ||
Hunde stellen nämlich ständig Fragen. Sie suchen Antworten. Wer die Frage nicht bemerkt, kann keine Antwort geben.Der Hund bekommt deshalb keine Antwort, weil es auf seine Weise fragt: Stumm und mit oft knappen Gesten, vor allem mit Körperhaltungen, mit Blicken und mit wenigen Lautäußerungen. Das alles ist nicht die Form der Kommunikation, die der moderne Mensch gemeinhin beherrscht. Er ist nicht darauf eingestellt, so etwas bewusst zu registrieren. Um sich dieses Auge anzugewöhnen, ist es erforderlich, mit ruhiger Gelassenheit zu beobachten und sich selbst darin zu schulen, dass man mit einem Blick möglichst viele Einzelheiten erfasst und sich bewusst macht. |
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Natürlich kommt der moderne Mensch nicht darum herum, sich die Ausdrucksformen seines Tieres zuerst mal in der |
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© copyright Eckbert Heinenberg
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