Hundeerziehung ist eine Frage des gegenseitigen Vertrauens und der Freude am Hund
Hallo, mein Name ist Eckbert Heinenberg. Zusammen mt Lola begrüße ich alle Hundefreunde herzlich auf dieser Webseite!

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Grundlagen zum Hunde Erziehen: Gelassenheit und Konsequenz


Weitere Grundlagen für den Umgang mit Hunden

Und bleiben Sie gelassen! Gelassenheit ist die Voraussetzung für Vertrauenswürdigkeit.

Wer einen fahrigen, rechthaberischen, gehetzten, bedrängten, ängstlichen oder aufdringlichen Eindruck macht, kann nicht erwarten, dass seine Vorstellungen ohne weiteres akzeptiert werden.

Im Gegenteil. Man fragt sich: "Warum ist der so? Was stimmt da nicht?"
Es stimmt nämlich immer irgendwas nicht, wenn jemand seine innere Gelassenheit verliert!

Gibt es einen Grund zur Aufregung? Wer weiß das schon. Der Hund jedenfalls weiß es auch nicht.

Sein Gefühl und oft auch seine Lebenserfahrung sagen ihm jedoch, dass Leute, die ruhelos und unkonzentriert sind, meist zu unberechenbaren, absurden und leider oft auch schlimmen Reaktionen neigen. Ein Hund ohne Erfahrungen in dieser Richtung wird mindestens vorsichtig, ein Hund, der das schon kennt, wird ganz sicher misstrauisch oder ängstlich werden.

Altdeutscher Hütehund, eine aufmerksame, agile Rasse, die viel Beschäftigung verlangt
Altdeutscher Hütehund, eine aufmerksame, agile Rasse, die viel Beschäftigung verlangt
Wer vorsichtig misstrauisch oder ängstlich ist, kann aber niemals wirklich aufnahmefähig sein für etwas Neues.

Jemand, der die Ruhe nicht bewahrt, ist daher nicht in der Lage, einem Hund irgendetwas beizubringen oder abzuverlangen!

Und verwechseln Sie Ruhe bitte nicht mit Lahmarschigkeit! Gemeint ist vielmehr eine ruhige Geduld. Selbstverständlich muss Ihr Hund Ihre innere Energie und Ihre Willenskraft wahrnehmen.

Jemand, der die Ruhe nicht bewahrt, ist auch nicht fähig zu DER Voraussetzung für das Akzeptiertwerden und das Erziehenkönnen eines Tieres überhaupt.
Wer aber zu dieser Voraussetzung nicht fähig ist, wird niemals einen zufriedenen Hund haben, dessen Gesellschaft angenehm ist und der Spaß hat und Spaß macht, wenn man mit ihm umgeht!

Diese Voraussetzung für alles, was ein Mensch mit seinem Hund erreichen kann, heißt KONSEQUENZ.

Drei Hunde, die einen etwas ratlosen Eindruck machen
Drei Hunde, die einen etwas ratlosen Eindruck machen. Das ist keine aufnahmefähige Stimmung.
So wie Geduld, Beobachtungsfähigkeit und Ruhe zu den Voraussetzungen gehören, um konsequent handeln zu können, so ist die konsequente Handlungsweise ihrerseits die Voraussetzung dafür, dass alle die bereits erwähnten wichtigen Aspekte beim Umgang mit Tieren überhaupt wirksam werden können!

Konsequentes Handeln ist offensichtlich ein Hauptproblem ganz vieler Hundebesitzer.

Konsequentes Handeln beim Umgang mit Hunden setzt voraus, dass der Mensch entschlossen ist, dem Tier gerecht zu werden und nicht seine Phantasievorstellungen in das Tier hinein interpretieren will.

Fast jeder Hund stellt die Konsequenz seines Menschen auf die Probe. Nicht nur einmal. Er tut das immer wieder. Fünfmal, zehnmal, zwanzigmal - es ist individuell verschieden.

Jeder, der jetzt klein beigibt und etwa sagt:"Na, vorhin hat's ja geklappt. Da will ich das jetzt mal nicht so eng sehen!", jeder, der so handelt, ist durchgefallen! Durchgefallen in den Augen seines eigenen Hundes!

Der wollte nur mal testen, ob Mensch wirklich meint, was er sagt. Wer meint, jetzt ist die Übungsstunde ja vorbei und dann muss das nicht mehr so genau genommen werden, der braucht sich nicht wundern, wenn sein Hund dann nichts mehr darauf gibt, was ihm gesagt wird!

Überhaupt: Übungsstunden abzuhalten finde ich eigentlich nicht passend, obwohl sie oft nicht vermeidbar sind. Geübt wird letztlich immer, die Übungsstunde dient nur dazu, das richtige Verhalten im Umgang mit dem Hund zu lernen, das man spätestens ab dann zu jeder Zeit im Alltag anwendet. Es geht nicht an, dass der Hund Lernen und Gehorchen nur mit der Situation einer Übungsstunde oder - noch schlimmer - mit dem Ort eines Übungsplatzes verknüpft. Ganz schrecklich finde ich Szenen auf manchen Übungsplätzen, wo man Hundebesitzer mit gestelzten Marschierschritten und beim Stehenbleiben in strammer Haltung mit Ihren Hunden exerzieren sehen kann. So verhält sich gewöhnlich niemand im Alltagsleben, und um einen Hund alltagstauglich zu erziehen, ist es ganz sicher eher schädlich als nützlich, sich aus Anlass der Übungsstunde zur Karikatur eines Zinnsoldaten zu machen. Manche übertragen diese Faxen auch noch auf Übungsabläufe, die in der Öffentlichkeit stattfinden . . . .

Das, was viele nur in Übungsstunden zu tun versuchen, ist also eigentlich das, was Bestandteil des Alltags sein sollte, nur natürlich nicht ständig in einer so komprimierten Form. Und dem Ziel entsprechend sollte alles während der Übungsstunde auch in einer alltagstauglichen Art und Weise ablaufen.

Zuverlässig wird kein einziger Hund auf dem Übungsplatz oder durch Ausbildungsstunden.

Zuverlässigkeit entsteht im täglichen Miteinander!
Wo denn sonst?!?

Viele Hunde gehen gern ins Wasser. Hier ist Fritzchen in der Ostsee.
Viele Hunde gehen gern ins Wasser. Hier ist Fritzchen in der Ostsee.
Und das ist ja auch das, was wir wollen: Einen Hund haben, der in unseren normalen Tagesablauf passt und der nicht Sondersituationen erfordert, um mit ihm klarzukommen!

Der übende Hundebesitzer darf sich nicht anders geben als so, wie er sonst auch ist. Er muss er selbst sein. Und dazu gehört, dass er verlangt und durchsetzt, seinen Willen zu bekommen. Immer.

Ich habe es öfter erlebt, dass mir in etwa Folgendes gesagt wurde: “Ja, meistens bestehen wir darauf, dass er das auch tut, was wir verlangt haben. Dies und jenes lässt man natürlich schon mal durchgehen, wenn‘s einem gerade nicht so wichtig ist. Da kann ja keiner wirklich immer drauf achten!"

Liebe Hundefreunde, falls unter Ihnen auch jemand so eine Grundeinstellung hat: Benutzten Sie dann doch bitte wenigstens das korrekte Wort dafür:
Es heißt nicht: "kann", sondern es heißt: "will"!!!

Wer schludern will und es auch tut, bekommt selbstverständlich eine schluderige Resonanz! Er gilt bei seinem Hund nicht als zuverlässig und er kann dann auch keine Zuverlässigkeit von ihm erwarten.

Ist das wirklich so schwer zu begreifen?

Wie wollen Sie es schaffen, sich Ihrem Hund überlegen zu fühlen, wenn Sie selbst Ihre eigene Forderung wegen einer Laune gleich wieder aufgeben?

Launen sind abzuschalten,
solange man mit einem Tier umgeht.

Einzige Ausnahme: Gute Laune!

Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Ich weiß es aus eigener Erfahrung. Das muss wahrscheinlich jeder erst lernen. Aber es ist die einzige Möglichkeit, um in den Augen eines Tieres akzeptierbar zu bleiben.

Natürlich darf man seinem Hund Freude zeigen, Albernheit hat mit wahrer Freude übrigens fast garnichts zu tun.

Noch mal: Unsicherheiten in der eigenen Einstellung kann man sich nicht leisten, wenn man erwarten will, dass der Hund einen akzeptiert.

Unsicherheiten treten sofort auf, wenn man sein eigenes, selbst ausgesuchtes Vorhaben nicht ausführt.

Wenn das Vorhaben ist, mit seinem Hund ein erfreuliches, artgerechtes Verhältnis zu haben und selbstverständlichen Gehorsam zu erwarten, dann gehört dazu eben Konsequenz, bis klar ist, dass man immer (immer!) meint, was man sagt.

Seinem Hund ein guter Rudelchef zu sein, das ist einfach Bestandteil des artgerechten Umgangs mit einem solchen Tier!

Das ist der Weg zu einem gehorsamen Hund. Nicht halbherziges, gelegentliches Üben zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten, und dazwischen macht jeder, was er will!

Ob man nun mit dem Hund übt, oder ob man beim Spaziergang, zu Hause, bei der Arbeit oder wo immer man gerade ist, irgendetwas von ihm will, man hat nur dann Erfolg, wenn man innerlich voll bei der Sache ist! (Und diese Einstellung habe ich bei vielen Hundebesitzern nicht gefunden.)

Wer voll bei der Sache ist, ist auch konsequent.
Er kann gar nicht anders.

Wenn es jemandem lästig ist, gerade jetzt auch noch seinen Hund zu korrigieren, aber derjenige gibt sich den kleinen Ruck und tut es trotzdem, dann wird er im Übrigen feststellen, dass das auch sein eigenes Wohlbefinden erheblich fördert.

Und der Hund hat die Bestätigung, die er braucht: dass er sich auf seinen Mensch verlassen kann!

Mit lautstark vorgebrachten Kommandos und Schimpferei können Sie Konsequenz nicht ersetzen, auch nicht mit schmerzhaften Gemeinheiten.

Dieser Welpe möchte mal ein richtiger weißer Schäferhund werden...
Dieser Welpe möchte mal ein richtiger weißer Schäferhund werden...
An dieser Stelle noch eine Bemerkung: Ich habe mir angewöhnt, alle Kommandos möglichst leise und unauffällig zu geben. "Bei Fuß" kann z.B. zum unauffälligen "sssst" reduziert werden. Alle Befehle spreche ich von Anfang an ganz bewusst leise aus. Die Eindringlichkeit des Tonfalls wird dadurch überhaupt nicht behindert. Aber ich habe es nicht nötig, meinen Hund in der Öffentlichkeit oder im Wald mit unschönem, auffälligem Geschrei zu dirigieren. Mein Idealfall ist, wenn mein Hund alles richtig macht und die Nicht-Hundeleute unter den Passanten überhaupt nicht bemerken, dass das von mir ausging. Wenn es für andere so wirkt, als wenn mein Hund alles ganz von selber macht, dann bin ich am zufriedensten! Einen praktischen Vorteil hat das auch noch: Der Hund wird sensibilisiert, mir erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden.

Natürlich muss auch ich laut rufen, wenn mein Hund sich in einiger Entfernung befindet, abgelenkt ist und dann kommen oder in Platzlage gehen soll.

Lesen Sie weiter: Konzentration und mentale Einstellungen zum Hund



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