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11 - Schluss
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Sicherheit mit Hunden

Sicherheiten

Eine andere Voraussetzung, um seinem Hund eine Lernchance zu geben, ist die eigene innere Sicherheit des Menschen.

Bonnie - pfiffiger Mix aus Labrador x Schäferhund. Mir sind Mischlinge ebenso viel wert wie Rassehunde.Da kommt oft der eigentliche Juckepunkt: Die meisten Leute mit Schwierigkeiten bei der Hundeerziehung wirken bei all ihrem Tun mit den Hunden überhaupt nicht überzeugend, verunsichert eher, manchmal entnervt, lavierend: jedenfalls kaum wirklich entschlossen, etwas durchzusetzen, was sie sich vorgenommen haben.
Und bestimmt nicht gut gelaunt.
Der Hund ist natürlich der Erste, der dies alles merkt. Bekanntlich ist es unmöglich, vor einem Hund irgendetwas zu verheimlichen!

Und wenn der Hund merkt, dass er in der Lage ist, seinen Menschen innerlich aus dem Konzept zu bringen, dann hat er auch schon Oberwasser und fühlt sich als der Stärkere!
Egal, ob der Mensch an Körperkräften überlegen ist! Egal, ob der Mensch mit Halsband und Leine Zwang ausüben kann! Egal, ob der Mensch schmerzhafte Gemeinheiten erfindet, um "sich durchzusetzen"!

Alles dieses sind nichts weiter als Eingeständnisse des eigenen Unverstandes, der inneren Unsicherheit dem Tier gegenüber und des mangelnden Gefühls für das passende Maß! - - -
Und der Hund erkennt das !!!

Rottweiler Argus: nicht kupiert sieht doch viel besser aus!
Der Hund fühlt sowas nämlich. Und dass es so ist, das raubt ihm wieder die eigene innere Sicherheit. Denn ein Rudelführer kann im hundlichen Empfinden nur einer sein, der überzeugt ist, dass er weiß was er tut und was er will.

Eben jemand, dessen Überzeugungskraft auf die anderen in der Art ausstrahlt, dass Zweifel gar nicht erst aufkommen. Kein anderer darf für die gemeinsame Sicherheit aller verantwortlich sein.


Ein solcher Rudelführer hat es nicht nötig, extra darauf hinzuweisen, dass das getan wird, was er sich vorstellt.


Er kann sich von vornherein auf das Wichtige konzentrieren und - Schrittchen für Schrittchen - seinen Hund dazu bringen, dass er versteht, was von ihm erwartet wird.

Ein Hund, der Unsicherheit bei seinem Menschen feststellt, muss sich seiner Natur gemäß verpflichtet fühlen, zu versuchen, ob er es nicht besser kann als der Unsichere! Die meisten Hunde machen solchen Versuch noch nicht mal gerne. Denn Rudelführer zu sein ist nicht unbedingt ein Traumjob, weil man ja ständig die Verantwortung zu tragen hat, jeder Infragestellung der Rangordnung sofort und zu jeder Zeit begegnen können muss und immer derjenige ist, auf den die anderen sich immer und überall verlassen können wollen.
Die meisten Hunde sind daher heilfroh, wenn sie so jemanden gefunden haben und sie sich in dessen sicherer Umgebung ihres Lebens freuen dürfen. So jemandem tun Hunde freiwillig eigentlich jeden Gefallen, der ihnen in ihren naturgemäßen Grenzen möglich ist!
Anders ist es lediglich bei den so genannten "Kopfhundtypen", die auch im Welpenrudel schon ranghoch waren. Diese stellen ihre Menschen später meist besonders hartnäckig auf die Probe.
Versuchen Sie also, falls Sie sich einen Hund im Welpenalter anschaffen wollen, einen zu bekommen, der rangmässig in der Welpenschar etwa im Mittelfeld liegt. Mit solchen Hunden haben Sie die wenigsten Probleme.

Also: Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit über das gegenseitige Verhältnis!

Rottweiler Welpe Argus - so klein hat er mal angefangen. Und was für ein selbstbewusster großer Hund ist daraus dann geworden!Bitte glauben Sie nicht, ich wolle Ihnen es vorwerfen, wenn Sie im Umgang mit Ihrem Hund unsicher sein sollten oder auf das Ausdrucksverhalten Ihres Hundes nicht passend reagieren, weil es Ihnen nicht geläufig genug ist.
In keiner Weise will ich Sie demoralisieren.
Aber wenn ich klarstellen soll, was ich bei Hunden und Menschen miteinander gesehen und als häufige Ursachen für Missverständnisse ausgemacht habe, dann geht das nur, indem ich ohne Umschweife schreibe, was ich meine.
Alles andere wäre Augenwischerei.
Betrachten Sie also klare Aussagen als das was sie sind: Offenheit bei dem Versuch konstruktiv und auf dem direktesten Weg eine Verbesserung der Probleme zu erreichen, wegen deren Vorhandensein Sie dieses überhaupt lesen.

Lesen Sie weiter: Vorgehensweise


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